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Petra Holtmann-Wibberich

Ralf Ruppert (LG Oelde/Wadersloh) wird Deutscher Meister seiner Altersklasse im 24-Stunden-Lauf

Von Petra Holtmann-Wibberich      

Seinen bislang größten sportlichen Erfolg feierte Ausdauerspezialist Ralf Ruppert (LG Oelde/Wadersloh) nunmehr bei der 12. Auflage des 24-Stunden-Laufs in Stadtoldenburg. Der als Deutsche Meisterschaft der Deutschen Ultramarathonvereinigung e.V. (DUV) ausgeschriebene Wettkampf bot Ruppert die Gelegenheit sich einmal auf nationalem Parkett mit den besten Ultraläufern zu messen.

Bei diesem Wettbewerb gilt es innerhalb des 24 Stunden Zeitraumes möglichst viele Laufkilometer auf einem abgesteckten Rundkurs abzuspulen. Bereits bei Besichtigung der Strecke vor Beginn des Rennens schwante es den insgesamt 130 Startern, dass es kein einfaches Rennen werden würde. Leichte aber langgezogene Anstiege, geschotterte Feldwege sowie ein äußerst unangenehmer ca. 10 Meter langer Abhang beim Einlauf ins Stadion sollten den Sportlern im Verlauf des Wettkampfes enorm Kraft und Konzentration abverlangen.

Beim Start um 13.30 Uhr am Samstagnachmittag setzte der Wettergott den Läufern mit heftigen Windböen und ergiebigen Regenschauern zu. Doch sollte es –trotz einer positiven Wetterprognose für den kommenden Tag-  noch schlimmer kommen. Um einen reibungslosen Ablauf des Rennens während der Nachstunden zu gewährleisten, leuchtete das Technische Hilfswerk den Kurs ab Beginn der Dämmerung komplett aus. Während der zwar niederschlagsfreien ab empfindlich kühlen Nacht legten etliche Athleten eine längere Pause ein um neue Kräfte für die noch vor ihnen liegenden Wettkampfstunden  zu sammeln. Ruppert selbst gönnte sich jedoch keine Auszeit und spulte weiter stoisch Runde um Runde ab. Doch auch er blieb während des langen Rennens nicht von Problemen und kleineren Durchhängern verschont. Neben den müde werdenden Beinen machten ihm zeitweise heftige Magenbeschwerden das Läuferleben schwer. Doch der für seinen eisernen Durchhaltewillen bekannte Ruppert überwand  alle Tiefpunkte und lief ein hervorragendes Rennen im vorderen Feld. Zu allem Übel setzte in den frühen Morgenstunden heftiger Dauerregen ein und trotzte den müden Sportlern somit noch einmal alles ab. Etliche Athleten mussten an dieser Stelle der bereits fortgeschrittenen Wettkampfdauer  Tribut zollen und gaben das Rennen zermürbt und erschöpft auf. Nach Ablauf der 24 Stunden beendete ein schriller Alarm Ton den Lauf und rief die offiziellen Wettkampfrichter auf den Plan die sodann die Ergebnisse der einzelnen Teilnehmer feststellten und protokollierten. Bei der anschließenden Siegerehrung konnte sich Ralf Ruppert mit einem Endergebnis von 198,46 km die Goldmedaille für den Deutschen Meistertitel in der Altersklasse M 40 um den Hals hängen lassen. Dies bedeutete für ihn gleichzeitig den hervorragenden 11. Platz im Gesamtklassement.