„Aller guten Dinge sind
drei!“ Horst Jasperneite absolviert unglaublichen „Triple-Ultra-Triathlon“ in
Lensahn
Petra Holtmann-Wibberich
Die meisten Freizeitsportler schnalzen bereits bei dem
Gedanken an einen Iron Man Triathlon Wettbewerb ehrfürchtig mit der Zunge. Das
Wettkampfprogramm des „Triple-Ultra-Triathlon“ jedoch
mit seinen 11,4 km Schwimmen, 540 km Rad und 126,6 km Laufen treibt selbst den
eingefleischtesten Ausdauersportlern ungläubige Falten auf die Stirn. Nicht jedoch Horst Jasperneite
von der LG Oelde/Wadersloh, der mit einem Start bei
diesem Rennen zum ganz großen Wurf seiner bisherigen sportlichen Karriere
ausholte.
Jasperneite begann erst vor ca. neun
Jahren mit dem Laufsport und entdeckte schnell seine Vorliebe für die längeren Distanzen. Nachdem er etliche Marathons und Langstreckenläufe
absolviert hatte, kristallisierte sich
schließlich sein Faible für den Triathlonsport heraus. Seine Erfolgsbilanz
weist mittlerweile vier erfolgreich bestrittene Iron Man Wettbewerbe aus. Die
18. Auflage des Triple Ultra Triathlon in Lensahn
(Ostholstein) bot dem sympathischen Ausdauersportler nunmehr die passende
Gelegenheit um seinen bisherigen Erfolgen das Sahnehäubchen aufzusetzen.
Ungefähr ein Jahr lang bereitete sich Jasperneite intensiv auf dieses Rennen vor und spulte ein
enormes Trainingspensum ab. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als
selbständiger Handwerker galt es die erforderlichen Übungseinheiten im
Schwimmen, Radfahren und Laufen in den Tagesablauf einzubinden. Einen solchen
Spagat zwischen Beruf und Privatleben ermöglichte nicht zuletzt die
Unterstützung seiner Frau Lisa sowie seiner Tochter Claudia. Beide reisten
ebenfalls mit nach Lensahn um ihren Athleten dort während des Wettkampfes bestmöglich
durch Bereitstellung von sportlergerechter Nahrung, Getränken oder auch beim
Wechsel der jeweiligen Sportbekleidung zu unterstützen. Ebenfalls mit von der
Partie war der fünfmalige Lensahn-Teilnehmer Olaf Kahlert
(Gütersloh) der Jasperneite als Coach mit wichtigen
Tipps und Hilfestellungen Unterstützte. „Ich hatte das beste Team der Welt.
Allein ist so etwas nicht zu schaffen“ so Jasperneite
über die Leistung seiner Crew.
Den Auftakt der Veranstaltung bildete am frühen
Freitagmorgen die Schwimmdisziplin im örtlichen Waldschwimmbad. Hier waren von
den Athleten satte 228 Bahnen im 50 Meter Becken abzuspulen. In 4:28 Stunden
brachte Jasperneite diesen Part hinter sich um sodann bei guter Verfassung in der Wechselzone aufs Rennrad zu steigen.
Das Wetter erwies sich als recht durchwachsen wobei gerade der böige Wind und
ein zweistündiger heftiger Dauerregen den Sportlern das Leben auf der 540 km Raddistanz
nicht gerade einfach machte. „Das Radfahren klappte super und ohne Probleme“
resümierte der Ausdauerspezialist und tauschte nach weiteren gut 22 Stunden
sein Rad gegen die Laufschuhe. Die noch vor ihm liegenden drei
Marathondistanzen bereiteten Jasperneite im Vorfeld die eigentlichen Bedenken. Die insgesamt 96 zu laufenden 1,319 km-Runden erwiesen sich
als recht profiliert und somit anspruchsvoll. Die ersten beiden Marathons
absolvierte der LG OW Sportler ohne größere Probleme. Beim letzten Drittel
jedoch machten sich Müdigkeit und schmerzende Knochen bemerkbar und zwangen Jasperneite immer wieder zu Gehpausen. „Irgendwann ist man
einfach nur müde. Nur der Kopf lässt einen immer weiterlaufen“ so Jasperneite über seinen Gemütszustand und seine mentale
Stärke. Nach einer Gesamtzeit von insgesamt 48:27:38 Stunden erreichte er
erschöpft und glücklich das Ziel und
konnte sich über einen sensationellen 17. Platz im Gesamtklassement freuen.